Österreichs Voltigierer:innen überzeugen bei CVI in Stadl-Paura
Rund 300 Voltigierer:innen beziehungsweise 90 Pferde aus 14 Nationen trafen sich von 14. bis 17. Mai im Pferdezentrum Stadl-Paura zum traditionellen Frühjahrs-CVI. Für Österreichs Voltigierer war dies die erste von zwei Sichtungen für die Saison 2026. Die endgültige Entscheidung über die begehrten Championats-Tickets trifft Bundesreferent Manfred Rebel zwar erst nach der BLMM, die heuer von 19. bis 21. Juni in Seefeld stattfindet, allerdings zeichnet sich nach der ersten Sichtung bereits eine erste Tendenz ab. Die Championate finden heuer von 29. Juli bis 2. August in Le Mans (EM Junioren und Young Vaulter) sowie von 13. bis 16. August in Aachen (WM Allgemeine Klasse) statt.
Besonders erfreulich aus niederösterreichischer Sicht waren die Siege von EM-Bronzemedaillist Philip Clement im 3*-Einzel der Herren, der Jakub Roguski (POL) und Sven Ris (SUI) hinter sich ließ, sowie von Antonia Mayerhofer im 2*-Einzel der Juniorinnen. Sie führte einen Dreifacherfolg für Österreich vor Fanny Seidl (S) und Dana Benedict (NÖ) an. Mit Diana Schume (NÖ) und Marlies Fogel (NÖ) auf den Rängen sieben und acht fanden sich insgesamt fünf Österreicherinnen in den Top Ten. Österreichs Voltigiererinnen waren auch bei den „Seniorinnen“ (3*) stark vertreten – mit den Plätzen zwei bis vier für Cornelia Pikl (ST), Sophie Pittl (T) und Selin Karabece (NÖ).
Bei den Young-Vaulter-Herren holte sich Neo-Österreicher Daniel Klotz-Dedora (T) den Sieg vor Erik Weidenauer (NÖ) und Felix Dombacher (NÖ). Bei den Damen führte Fabiana Kroath (ST) einen rot-weiß-roten Dreifacherfolg vor Clara Ludwiczek (T) und Anna Chiara Rzehorska (T) an. Besonders erfreulich: Sowohl auf 3*-Niveau in der Allgemeinen Klasse als auch bei den Young Vaultern fanden sich jeweils sechs Österreicherinnen in den Top Ten.
„Besonders hervorheben möchte ich nach diesem Wochenende einmal mehr die positive Grundstimmung und die Disziplin, die unter den österreichischen Voltigierern herrscht und die uns als Team hervorhebt. Die Ergebnisse haben meine Erwartungen erfüllt, die Leistungen waren durchwegs stark und wir haben zahlreiche Siege und Spitzenplatzierungen erreicht. Natürlich entwickelt sich nach dieser ersten Sichtung in meinem Kopf schon eine Mannschaft, aber die Entscheidung fällt wie gewohnt erst nach der zweiten Sichtung“, fasst Manfred Rebel zusammen.
„Die Beschickung wird heuer aber definitiv auch eine logistische Herausforderung werden, denn es gibt Pferde, die für beide Championate infrage kommen. Das ist nicht nur für die Pferde eine beachtliche Doppelbelastung, sondern auch für die Longenführer ein Thema, die de facto drei Wochen Urlaub von ihrem „Brotberuf“ nehmen müssen.“
In den Gruppenbewerben, die derzeit Rebels größtes Sorgenkind sind, da es an geeigneten Pferden fehlt, sowie im Pas de Deux gab es ebenfalls Siege und Platzierungen für Österreich zu feiern. Darunter etwa Silber für das niederösterreichische Duo Anna Hladik/Hubertus Witzmann, die in dieser Saison auf Fornarina von Robert Röbl turnen dürfen – jener Kombination, die beim Heimchampionat 2025 WM-Gold mit der Juniorengruppe Wildegg geholt hatte.