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Starker WM-Marathon trotz bitteren Fehlers am letzten Hindernis

Alexander Bösch hat bei der Vierspänner-Weltmeisterschaft in Aachen am Samstag über weite Strecken einen starken Marathon gezeigt. Erst am letzten Hindernis musste der Vorarlberger einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Nach Dressur und Marathon hält der 32-Jährige mit seinem Gespann (Daddy’s Sunshine 2, Franz Josef 19, Freestyle 3 und Levisto 3) bei 210,81 Punkten und Rang 40.

Vor tausenden Zuschauern in der Aachener Soers fand Bösch von Beginn an gut in den anspruchsvollen Geländeparcours. Sein Gespann präsentierte sich in den ersten Hindernissen stark, auch der Vorarlberger hatte auf dem Kutschbock ein gutes Gefühl. Bis zum letzten Hindernis deutete vieles auf ein starkes Gesamtergebnis hin.


„Wir sind sehr gut reingekommen, ich hatte ein super Gefühl und auch die Hindernisse haben wir richtig gut absolviert. Bis zum letzten Hindernis war es wirklich ein super Marathon“, sagte Bösch. Ausgerechnet auf den letzten Metern nahm der bis dahin starke Auftritt jedoch eine unglückliche Wendung. Bösch musste seine ursprünglich geplante Linie korrigieren, das Gespann kam in eine schwierige Situation und ein Rückwärtsrichten war nicht mehr möglich.

„Das ärgert mich natürlich richtig. Der Fehler hat mich inklusive der verlorenen Zeit rund 30 Punkte gekostet. Ohne diesen Zwischenfall wäre im Gesamtresultat eine richtig gute Platzierung möglich gewesen. Aber so ist der Sport“, so der Vorarlberger.

„Ein unglaubliches Gefühl“

Trotz des bitteren Abschlusses überwogen bei Bösch auch die Eindrücke eines außergewöhnlichen WM-Marathons. Besonders rund um die Wasserhindernisse sorgten die Zuschauermassen für eine Kulisse, wie sie selbst im internationalen Fahrsport nur selten zu erleben ist. „Bei den beiden Wasserhindernissen waren unglaublich viele Leute. Während der Fahrt haben sie uns richtig angefeuert. Das war ein unglaubliches Gefühl, richtig cool und hat enorm viel Spaß gemacht“, schilderte Bösch.

Für den Vorarlberger ist allein der Start bei dieser Weltmeisterschaft ein besonderer Meilenstein. Erst seit rund einem Jahr ist Bösch im Vierspänner unterwegs. Nach erfolgreichen Championatsauftritten im Ein- und Zweispänner gelang ihm bereits in seiner ersten Saison in der Königsklasse die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Aachen.

Team Austria hält Rang zehn

Auch Böschs österreichische Teamkollegen absolvierten am Samstag den Marathon. Daniel Schneiders setzte zur Aufholjagd an und verbesserte sich mit 176,76 Strafpunkten auf Zwischenrang 19. Erwin Gillinger hält bei 210,94 Punkten und Rang 41, Wolfgang Binder bei 237,09 Punkten und Rang 48.

Für die Mannschaftswertung waren Bösch, Gillinger und Schneiders nominiert. In jedem Teilbewerb werden die beiden besten österreichischen Ergebnisse gewertet. Nach der Dressur waren dies jene von Bösch und Gillinger, im Marathon brachten Schneiders und Gillinger ihre Resultate ein. Team Austria liegt mit 378,18 Strafpunkten weiterhin auf Rang zehn.
Am Sonntag wartet mit dem Kegelfahren um 8:30 Uhr die dritte und letzte Teilprüfung. Bösch will dort noch einmal angreifen – auch mit Blick auf die Mannschaftswertung.

„Wenn wir im Kegelfahren wirklich punkten und gute Runden zeigen, ist vielleicht noch etwas möglich. Es wäre natürlich super, wenn wir uns mit dem Team noch um ein oder zwei Plätze verbessern könnten“, blickt Bösch auf das WM-Finale voraus.

Die österreichischen Ergebnisse nach Dressur und Marathon

19. Daniel Schneiders (OÖ) Dancingstar/ Duende/ Fanno/ Kroon Juweel – 176,76

40. Alexander Bösch (V) Daddy’s Sunshine 2/ Franz Josef 19/ Freestyle 3/ Levisto 3 – 210,81


41. Erwin Gillinger (OÖ) Eros/ Fernandez/ Harry/ Magistraal – 210,94



48. Wolfgang Binder (ST) Havelland TSF/ Itzenplitz TSF/ Mistery/ Reinzauber TSF – 237,09



Team Austria: 10. Platz – 378,18

Einzelergebnis Marathon


Teamstand nach dem Marathon

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