Team Austria verbessert sich auf Rang neun
Erwin Gillinger beendete die Weltmeisterschaft mit seinem Gespann (Eros / Fernandez / Harry / Magistraal) 246,29 Strafpunkten auf Platz 39. Der Oberösterreicher war im Kegelfahren lange auf Kurs, ehe ihm in der Schlussphase ein Fehler unterlief. „Wir sind Richtung Hindernis 18 sehr flott gekommen. Mein linkes Vorderpferd war schwer in der Hand und ich habe schon Richtung 19 geschaut – plötzlich waren wir bei C. Aber meine Pferde waren super drauf und sehr wendig, dadurch konnte ich kurze Linien fahren. Bis zum 18er war ich in diesem extrem schweren Parcours top zufrieden“, erklärte Gillinger gegenüber EQWO.net.
Ob der Oberösterreicher auch in der kommenden Saison mit dem Vierspänner unterwegs sein wird, entscheidet sich im Winter. Dafür ist vor allem die Suche nach Verstärkung entscheidend. „Ich bin auf der Suche nach zwei neuen Vorderpferden und habe bereits eines in Aussicht. Wenn das klappt, mache ich weiter.“
Wolfgang Binder brachte seine Weltmeisterschaft mit 265,60 Strafpunkten auf Rang 43 zu Ende. Für den 71-jährigen Steirer stand nach drei intensiven Teilprüfungen vor allem eines im Vordergrund: dass Pferde (Havelland TSF / Itzenplitz TSF / Mistery / Reinzauber TSF) und Team gesund durch diese außergewöhnliche Woche gekommen waren. „Die ersten Gedanken sind: Die Pferde sind unverletzt, das Team ist unverletzt und wir sind gesund im Ziel. Natürlich könnte das eine oder andere immer besser sein, aber so ist der Sport. Man hat seine Chance und muss versuchen, sie zu nutzen. Insgesamt bin ich zufrieden – wir haben alles positiv hinter uns gebracht“, resümierte Binder.
Allein die Teilnahme in Aachen war für den Routinier etwas Besonderes. „Aachen ist für jeden Fahrsportler ein großes Ziel. Wenn man die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft schafft, hier antreten darf und dann auch noch gut durchkommt und alles abschließt, ist das das Pünktchen auf dem i.“
Gold in der Einzelwertung ging an den Australier Boyd Exell, der sich mit insgesamt 142,64 Strafpunkten zum Weltmeister kürte. Silber sicherte sich der Belgier Dries Degrieck mit 148,85 Strafpunkten, Bronze ging an Chester Weber (USA) mit 156,77 Strafpunkten.
Auch in der Mannschaftswertung gab es zum Abschluss noch Grund zur Freude. Österreich, für das Alexander Bösch, Erwin Gillinger und Daniel Schneiders nominiert waren, verbesserte sich am Schlusstag von Rang zehn auf Platz neun und beendete die Weltmeisterschaft mit 388,40 Strafpunkten. Gold sicherte sich das Team aus den Niederlanden, gefolgt von der australischen Mannschaft und Belgien.