Die Schule des Kunstturnens
Hofers Ruhe im Wettkampf kommt nicht von ungefähr. Acht Jahre lang betrieb er Kunstturnen als Leistungssport und gehörte dem Vorarlberger Landeskader an. Während der Corona-Pandemie saß er 2020 erstmals intensiver im Sattel, 2021 begann er richtig zu reiten.
Die Erfahrungen aus der Turnhalle helfen ihm heute im Dressurviereck. „Ich habe schon als Kind Leistungssport betrieben – damals im Kunstturnen. Irgendwann habe ich für mich festgestellt: Nervös zu sein bringt mir nichts, also lasse ich es sein“, sagte der 18-Jährige nach dem ersten Teilbewerb.
Dabei verlief sein Weg in den Reitsport ungewöhnlich schnell. Hofer begann mit einer Haflingerstute, sammelte mit dem Schimmel Cellini erste Erfahrungen und fand später in Quäntchen einen Lehrmeister für die höheren Dressurlektionen. Mit Zaharah kam schließlich das Pferd für den nächsten Schritt.
In seiner ersten internationalen Saison qualifizierte sich der HTL-Schüler aus Dornbirn bereits für die Junioren-Europameisterschaft in Olomouc. Dort belegte er mit Zaharah im Einzelbewerb mit 66,441 Prozent Rang 32. Nur wenige Wochen später folgte in Fernitz der nationale Saisonhöhepunkt.
Vor dem Finale hatte Hofer sein Ziel klar formuliert: den österreichischen Meistertitel. Im zweiten Teilbewerb bestätigten Hofer und Zaharah ihre Führung mit 70,570 Prozent. Mit insgesamt 141,516 Prozent gewann das Paar vom Reitstall Rheinau Höchst Gold.