Rhomberg nach St. Gallen: „Das gibt es doch nicht so oft"
Nach den Nullrunden für Team Austria im Nationenpreis mit Cuma am Freitag legte Katharina Rhomberg im Grand Prix of Switzerland beim CSIO5* in St. Gallen am Sonntag mit Colestus Cambrige nach. Die 33-jährige Vorarlbergerin blieb mit dem elfjährigen Wallach zweimal fehlerfrei und musste sich nur dem Deutschen Grand-Prix-Sieger Marcus Ehning mit Coolio geschlagen geben.
Für Rhomberg, die 2024 in Paris als erste österreichische Springreiterin bei Olympischen Spielen antrat, war es der nächste Spitzenplatz auf internationalem Fünf-Sterne-Niveau mit ihrem Olympiapartner Colestus nach ihren Siegen in Versilia und Platz 4 in Aachen.
„Ich habe schon gewusst, dass die Pferde richtig in Form sind. Das haben die letzten Turniere schon gezeigt. Aber dass es dann wirklich so aufgeht und gleich mit beiden Pferden, das ist doch ein bisschen unerwartet und gibt es doch nicht so oft. Also ich bin mega happy“, sagte Rhomberg im Interview mit dem OEPS.
Neben ihrem zweiten Platz im Grand Prix freute sie sich auch über den starken Auftritt der österreichischen Mannschaft, die im Nationenpreis Rang zwei belegte. „Ich glaube, das war echt unerwartet, dass wir da auf dem Podest landen. Das hat wahrscheinlich am Tag davor keiner gedacht“, meinte Rhomberg, die 2023 in Mailand mit dem Team historisches EM-Bronze gewann. Besonders die Leistungen der Teamkollegen wertet sie als positives Signal für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Aachen: „Das ist eine starke Leistung vor allem von Bianca Babanitz und Felix Koller, die ja beide erstmals mit ihren Pferde im Freien auf Fünfsterneniveau angetreten sind. Das ist ein kleiner Aufschwung für das Team hinsichtlich der Weltmeisterschaft.“
Bis zur WM stehen nun Regeneration und gezielte Vorbereitung im Mittelpunkt. „Colestus und Cuma haben jetzt drei bis vier Wochen Pause. Danach werde ich wahrscheinlich noch zwei Turniere mit ihnen machen vor der Weltmeisterschaft“, erklärte Rhomberg. Beide Pferde sollen für einen möglichen WM-Einsatz bereitgehalten werden. „Wobei ich derzeit plane, mit Colestus zu reiten.“
Nach ihrer Rückkehr von St. Gallen ins eine halbe Auto-Stunde entfernte Dornbirn richtet sich der Blick bereits nach vorne: „Am Wochenende bin ich in Italien auf einem Turnier mit Nachwuchspferden. Im Olympiazentrum Vorarlberg bin ich meistens zwei bis drei Mal in der Woche und halte mich selber sportlich fit.“
Grand Prix of Switzerland
Zwei Runden über maximal 160 cm
1. Marcus Ehning (GER), Coolio 42 0/0 Fehlerpunkte 46,08 Sekunden
2. Katharina Rhomberg (AUT), Colestus Cambridge 0/0 46,83
3. Pia Reich (GER), PB Löwenherz 0/0 50,80
Ergebnis im Detail HIER!